Dienstag, 27. Januar 2015

Thailand Tour

Das erste Land, in das es im neuen Jahr gehen sollte hieß Thailand!

Da ich die "Touristenhochburg" Krabi und Koh PhiPhi schon während meines Semesters gesehen habe, sollte es diesmal mehr in das "Herz" Thailands gehen. Der Plan: Mit einem Van quer durch Thailand zu fahren.

Los ging es in Udon Thani im Norden Thailands. Erstes Highligt war "King Kobra Village". In mitten von Zuckerrohrfeldern fängt dieses Dorf alle Arten von Schlangen auf. In einer Show wird dann "Mut" bewiesen und mit der Schlange gekämpft. Das sieht so aus, dass die Schlange immer wieder versucht zu zubeißen. Der "Schlangenfluesterer verhindert das, indem er schnell weghüpft. Nach ein paar Minuten hat er gewonnen ... wenn er überlebt hat. :-P Ich konnte es zwar kaum glauben, aber ich habe mir sagen lassen, dass die Anzahl von tödlichen Schlangenbissen dort verschwindend gering war.. :-)

Sonnenuntergang in Khon Kaen

Nächster Stop: Surin. Hier gibt es auch eine Auffangstation - allerdings für etwas geringfügig größeres als Schlangen. Nämlich eine Auffangstation für Elefanten.


Kein Carport sondern ein Elefantenport
400 Elefanten befinden sich dort, was allerdings kaum ein wunder ist. Die Häuser in dem "Elefantendorf" haben alle eine Art Carport. Nur, dass darunter kein VW geparkt ist, sondern einer von Colonel Hathi's Kollegen. (Wer nicht weis wer das ist, sollte sich unbedingt weiterbilden und Disneys "Das Dschungelbuch" schauen oder lesen) :-P Wem das zu lange dauert, kann sich hier einen Crashkurs ansehen:










Also ich war für den Colonel Hati Marsch vorbereitet,
der Thai vor mir offensichtlich nicht:-P

Eine Elefanten-Zahnspange... so etwas hab ich auch noch nicht gesehen :-D

Endlich hat er einen Spielkameraden gefunden...

... und wollte mit als wir gehen mussten. :'( 

Ich hatte das Gefühl, dass wir uns in diesem Moment verstanden haben... :-)


Danach ging es weiter Richtung Süden. Hal machten wir unter anderem bei Preah Vihear, einer Khmer Tempelanlage in Thailand und in Chok Chai, Thailands größter Rinderfarm.

Khmer Tempelanlage in Thailand



Nächster Halt: Khao Yai National Park
In diesem National Park machten wir eine Night Safari. Mitten in der Nacht ging es auf der Ladefläche eines Pickups quer durch den Park. Da dieser besonders viele Tiere beherbergt hatten wir auch das Glück Stachelschweine, Eulen, viele Rehe und wilde Elefanten im Leuchtkegel der Taschenlampe zu sehen. Das "suchen" mit dem Scheinwerfer machte am meisten Spaß... :-P

Leider habe ich hiervon keine Bilder, da es für die Kamera natürlich viel zu dunkel war...

Ausblick ueber Pattaya

Über Pattaya ging es dann an der Küste entlang zu unserem Endziel, Koh Chang. Mit einer verrosteten alten Fähre haben wir übergesetzt und die restlichen Tage auf der Insel "relaxt". Naja... relaxt ist relativ...

Übersetzen nach Koh Chang


Zugegeben es war viel Entspannung dabei. Allerdings war das auch nötig, da es einen Tag lang auf eine Trekking Tour durch den Dschungel ging. 12km Luftlinie... frag' aber nicht nach Höhenmetern. :) Zwar hat alle paar Stunden eine kurze Erfrischung in einem Fluss geholfen.. letztendlich war ich aber doch fix und fertig. :-P


Ab und zu ging der "Weg" auch über Felsen, durch
Flüsse oder über solch eine Baumbrücke...


Steinküste der Insel Koh Chang

Zwei Stunden nachdem ich Koh Chang mit der rostigen Fähre wieder verließ befand ich mich schon in einer kleinen Propellermaschine auf dem winzigsten Flughafen den ich je gesehen habe. Er bestand buchstäblich aus einer Rollbahn und einem kleinen Häuschen... Feierabend. Zum Boarding und De-Boarding stoppte die Maschine einfach am ende der Landebahn und drehte zum Abflug einfach wieder um... :)

Wow, viel erlebt in so kurzer Zeit... Und vor allem Thailand mal ohne Pauschaltourismus gesehen... :-)

Was ich bei dem holprigen Start aber noch nicht wusste war, dass mir eines der interessantesten Reiseziele noch kurz bevor stand...

Ich habe hier versucht sowas wie einen "Cliffhanger" einzubauen. Ganz in der Hoffnung, dass alle die das lesen nun denken "WOW.. WAS KOMMT DENN NUN ALS NÄCHSTES.." Alle die sich das NICHT denken, tun jetzt mal bitte so als ob... :-D

Und dann ist das wie bei Serien auch: Ich sage: "Ätsch .. da müsst ihr noch etwas warten..." :-D

Liebe Grüße aus (ja ich bin bereits in) Taipeh, Taiwan! :-)

Sonntag, 18. Januar 2015

Silvester in Singapur

Wenn ich reise fällte es mir unglaublich schwer neue Einträge in meinem Blog zu veröffentlichen. 

Eigentlich ist man den ganzen Tag auf Achse und selbst wenn ich mir vornehme im Bus oder im Flugzeug ein wenig zu schreiben, schaue ich doch lieber aus dem Fenster und genieße den Ausblick.

So ist es zwar schon Mitte Januar, doch trotzdem schreibe ich noch ein bisschen über meinen Aufenthalt in Singapur über Weihnachten und Neujahr...

In den zwei Wochen, die ich mit meiner Familie über Weihnachten und Silvester in Singapur war hatte ich Zeit mir diese schiene Stadt in aller Ruhe nochmal anzusehen. Man will es nicht meinen, aber auch wenn man hier für ein paar Monate lebt ist man eher damit beschäftigt zu studieren oder Freunde zu treffen als sich die Stadt anzusehen.

So war noch einmal für alles Zeit. Chinatown, Little India und Arab Street sowie die Marina Bay, Gardens by the Bay und den gesamten Central District. Und auch ein dritter und vorerst letzter Ausflug auf die kleine indonesische Insel Bintan standen auf dem Programm.

Neu für mich war hingegen der Ausflug in die malaysische Stadt Melakka. Ein schönes kleines Städtchen im Westen Malaysias auf die viele Nationen wie die Niederlande, Portugal oder England Einfluss hatten.


Highlight für diesen Aufenthalt in Singapur war aber natürlich der "Marina Bay Countdown" ins neue Jahr. Die gesamte Bay war hell und in verschiedensten Farben erleuchtet während in der Bay selbst rote und weiße Ballons schwammen, die eine rote "50" auf weißem Grund bildeten.


Warum das?

2015 kann Singapur seinen 50, National Day feiern - 50 Jahre Unabhängigkeit von Malaysia...


Dementsprechend groß und imposant war auch der eigentliche Countdown, der auf das Fullerton Bay Hotel projiziert wurde und das Feuerwerk danach...


Davon habe ich auf dem Handy leider keine Fotos, weil ich da einfach zuschauen musste ;-) Und momentan da ich auf Reisen bin, kann ich hier im Blog nur mit Handyfotos dienen ;-P

Freitag, 9. Januar 2015

Kambodscha

Wenn auch etwas verspätet: Ein frohes neues Jahr wünsche ich allen! :-)
 
Bevor ich im nächsten Post dazu komme, wie und wo ich ins neue Jahr gefeiert habe, muss ich auf jeden Fall noch ein bisschen über Kambodscha schreiben.
 
Denn nach den interessanten Tagen in Ho Chi Minh City ging es mit dem Bus in Richtung Phnom Penh, Kambodscha.
 
Dort haben wir uns neben den prunkvollen Bauten wie dem Königspalast und dem National Museum auch mit der dunklen Geschichte Kambodschas beschäftigt.
 
Auf einem Killing Field, das ein paar Kilometer außerhalb von Phnom Penh liegt, wurden unter der Herrschaft von Paul Pot über 30.000 Menschen grausam hingerichtet. Hunderte von Massengräbern wurden gefunden und teilweise auch geöffnet um fur 9000 Verstorbene würdevolle Bestattungen zu ermöglichen. Doch es sind zu viele. Die meisten der Gräber bleiben verschlossen und man kann nur ahnen, was sich unter den vielen Hügeln oder am Grund des Sees befindet. Anhaltender, starker Regen bringt immer wieder Knochen und Kleidungsstücke an die Oberfläche, von denen unglaublich viele über dem ganzen Killing Field verteilt liegen. Etwas grausameres haben ich in meinem Leben bisher noch nicht gesehen... Selbst wenn ich heute, fast einen Monat später, darüber schreibe, muss ich nach jedem Satz vom Handy aufblicken und an die schrecklichen Bilder denken.
 
Aber es gehören eben nicht nur schöne Tempel zu der Geschichte vieler Länder Asiens.
 
So hart wie der Schnitt während meiner Reise war ist er auch nun hier bei meinen Erzählungen. Denn von der dunklen Geschichte Kambodscha geht es nun hin zu einem der 7 Weltwunder. Die Rede ist natürlich von Angkor Wat und der riesigen Tempelanlage, die ihn umgibt.
 
Wie in meinem Reiseführer ganz richtig steht: "Kein Superlativ wird ihr gerecht." Die über 45 Temple stehen in einem riesigen Areal durch welches wir mit einem TukTuk gefahren sind. Zugegeben; es war nicht irgendein TukTuk,  sondern eine Bat-Mobil. Denn außen wie innen war das TukTuk mit Batman Motiven verkleidet... wirklich cool.. :-D
 
Zu den Highlights auf der Tempelanlage zählten für mich (natürlich neben Angkor Wat) Bayon und Ta Prom. Letzterer ist überall von Baumwurzeln durchschlungen. Aber den dreitägigen Besuch beschreiben Bilder denke ich mehr als 1000 Worte... :-)



 

 
Somit war auch Kambodscha, Land Nummer 8 meiner Asien Reise (nach Singapur, Indonesien, Malaysia, Thailand, Hong Kong SAR, Laos und Vietnam) unglaublich interessant! :-)
Von Kambodscha ging es dann wieder nach Singapur... meinem Zuhause in Asien... :-D

Dienstag, 16. Dezember 2014

Good Morning Vietnam!!!

In den Strassen vom Hanoi Old Quater
Gerade habe ich noch von dem schönen und ruhigen Laos gebschwärmt und schon geht es ins hektische Vietnam. Zumindest die Städte Hanoi und Ho Chi Minh City sind wirklich ganz anders als Luang Prabang...


Das Hanoi Hilton
Trotzdem vergingen die Tage in Hanoi wie im Flug. Da wir ein Hotel in der Altstadt hatten, waren wir auch direkt am Puls der Stadt in dem es überall nette kleine Geschäfte, kleine Cafés und unzählige Straßenhändler gab. In Hanoi selbst haben wir ein Gefängnis besucht das nach der französischen Kolonialzeit in Vietnamkrieg dazu diente US Piloten einzusperren. Diese gaben ihm den Spitznamen "Hanoi Hilton" (kennt man vielleicht auch aus dem Film "Good Morning Vietnam")

Darüber hinaus besuchten wir das Mausoleum von Ho Chi Minh. Ihm wurde ein riesiges Gebäude gewidmet in dem er nun in einem Glassarg seine letzte Ruhe findet. Wobei das Wort "Ruhe" relativ gesehen werden muss - jeden Tag gehen hunderte Besucher im Gänsemarsch und in Zweierreihen an ihm vorbei. Dabei werden sie genaustens von den Wachposten kontrolliert, die alle fünf Meter stehen. Es darf nicht gesprochen werden, die Zweierreihen müssen strikt eingehalten werden und weder dürfen die Hände in den Taschen stecken noch die Arme ueberkreutzt werden. Alleine das ist ein ziemliches Spektakel, wenn alle fünf Meter einen kritische Blicke heimsuchen und immer mal wieder einem Besucher wild gestikuliert wird,er solle doch bitte die Arme einfach an der Seite herrunterhaengen lassen.

Fahrradtour durch die Halong Bay
Die zwei letzten Tage haben wir in der Halong Bay verbracht. Auf unserer Tour fuhren wir mit dem Fahrrad 14km zum "Hospital Cave". Diese Höhle wurde im Vietnamkrieg als Krankenhaus für verwundete Soldaten benutzt und wurde dafür dreistoeckig ausgebaut. Wenn man sich im Inneren befindet sieht es so aus wie ein Bunker. Befindet man sich allerdings auf der obersten Etage (man steht dann quasi auf dem Betonklotz) kann man gut sehen wie alles in die natürliche Höhle hineingebaut wurde. Sogar ein Kino hat das Teil! :)
Halong Bucht
Weiter ging es dann zur "Gentlemen's Island" auf der wir in einer schönen Bungalowanlage direkt am Strand übernachtet haben. Am nächsten Tag stand dann eine 6-stuendige Rundfahrt rund um Cat Ba Island auf dem Programm. Zwischendurch gab es kayaking. Auf dem riesigen Boot, dass locker für 50 Touristen ausgelegt war waren wir zu sechst. Wirklich luxuriös! Hatte allerdings auch einen Grund - die Temperaturen. Leider lagen diese nämlich nur bei 15 Grad. Der Wind machte die ganze Angelegenheit dann wirklich schattig...


Tour durch das Mekong Delta
An meinem Geburtstag ging es dann weiter nach Ho Chi Minh. Highlights waren hier der Ausflug zum Mekong Delta und zu den Cu Chi Tunneln. Letztere wurden von den Vietcongs im Kampf gegen die US amerikanischen Soldaten gebaut. Ein über 250km lange Tunnelsystem mit drei Stockwerken half ihnen sich zu verteidigen und zu verstecken. Diese Tunnel sind gerade mal einen halben Meter breit und 70cm hoch. Wir hatten selbst die Gelegenheit durch 120m dieses Tunnelsystems zu kriechen. Ich habe wirklich keine Platzangst, aber das ist schon eine spezielle Sache. Oben, unten, links und rechts nur Steinwände, vor einem geht es nicht weiter und von hinten kommen immer mehr Menschen nach... Huh...

Nach dem Besuch der War-Museums, welches über den Vietnamkrieg und den Einsatz von Agent Orange, einem Giftgas, ausstellt, geht es nun weiter nach Phnom Penh, Kambodscha...

Alles Liebe aus Vietnam! :)


Sonntag, 30. November 2014

Grüße aus Laos! :-)

Es passiert momentan so viel, dass ich kaum noch mit dem Schreiben hinterher komme...

Nach der fantastischen Reise nach Yogyakarta ging es ja weiter nach Bali. Die meiste Zeit der Woche auf der Insel verbrachte ich in Ubud, denn dort hatte ich neben einem grandiosen Guesthouse und einem unglaublich netten Besitzer auch noch einen guten Ausgangspunkt für Abstecher zu den verschiedensten Orten.

Aber auch das ist schon wieder eine ganze Woche her. 


Nach meinem Aufenthalt in Bali musste ich mein Zimmer in UTown in Singapur räumen und mich von meiner Heimat auf Zeit verabschieden. Mein Koffer ist nun bei einer netten Freundin untergebracht. Ab jetzt heißt es mit 7kg Handgepäck durch Süd-Ost Asien! :-)

Mein erstes Ziel hieß Laos. Genauer gesagt Vientiane, die Hauptstadt von Laos, die direkt an der Grenze zu Thailand liegt. Für zwei Tage erkundete ich die wunderschönen Pagoden, Tempel und Buddha Stauen die es wirklich an jeder Ecke gibt. Am schönsten fand ich aber den Pha That Luang, der in sattestem gold in den blauen Himmel ragte... :-)

Die gestrige Nacht habe ich dann mit 30 Laoten als einziger "falang" (Ausländer) in einem Schlafbus verbracht. 12 Stunden dauerte die Fahrt von Vientiane Richtung Norden nach Luang Prabang. Und genau dort, in Luang Prabang, sitze ich nun in einem schönen Café mit Blick auf den Mekong! :-)

Luang Prabang hat neben den netten Tempeln auch noch schöne Natur zu bieten, die zu Elefantentreks oder Kajaktouren einlädt. Ich bin mal gespannt was mich hier so erwartet... :-)


Alles Liebe aus Luang Prabang, Laos ;-)


BALI:

Traditioneller Barong Tanz in Ubud

Ich bei einer Tasse Kopi Luwak auf einer Kaffeeplantage... :-)


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LAOS:
Der Pha That Luang in Vientiane, Laos

Nur ein Beispiel für die vielen Buddha Statuen in Vientiane

Der kleine Bruder des "Arc de Triomphe" 

Da lasse ich mich gerade im TukTuk vom Flughafen zum Hostel bringen :-)

Sonnenuntergang am Mekong - Das Ufer auf der anderen Seite ist schon Thailand

Eine der vielen Statuen im Buddha Park

Der schöne Schlafbus in dem ich und 30 Laoten von Vientiane nach Luang Prabang gefahren sind... Keiner hat Englisch gesprochen aber alle waren wie immer total freundlich und haben mir, dem falang, andauernd Obst geschenkt :-)
Gesünder kommt man nicht nach Luang Prabang :-P

Montag, 17. November 2014

Auf nach Yogyakarta (Indonesien)

Vergangenen Samstag habe ich meine vorerst letzte Klausur an der National University of Singapore geschrieben. Damit ist nun auch das Modul "Service Operarions Management" beendet.

Am Sonntag darauf saß ich bereits im Flugzeug auf dem Weg nach Indonesien - genauer gesagt nach Yogyakarta.
Yogyakarta liegt an der südlichen Küste der Insel Java. Hauptattraktionen hier sind unter anderem die Temple, die im Umland der Stadt liegen. Die berühmtesten sind Borobudur, eine der größten buddhistischen Tempelanlagen Süd-Ost Asiens und Prambanan, größte hinduistische Tempelanlage Indonesiens.

Nachdem wir nun gestern angekommen sind, ging es erstmal mit dem Bus vom Flughafen irgendwie in Richtung Innenstadt. Irgendwo an einem "Busbahnhof" wurden wir dann mit ein paar Worten "bahasa indonesia" (Indonesisch) gebeten den Bus zu verlassen. Von da aus ging es dann in einer Rikscha weiter.

Die ganze Aktion muss man sich nun bildlich vorstellen. Zwei halbwegs erwachsene Männer sitzen zu zweit eng in einer Rikscha, die dann auch noch satte 3km/h schnell fuhr. :-D Aber da wir beide BWL studieren und das die scheinbar preiswerteste Methode war, haben wir uns dann damit abgefunden von Fußgängern überholt und von allen freundlich angelächelt zu werden. :-)

Sobald wir mit der Rikscha 200m vor unserem Hotel abgesetzt wurden (wir wollten der ersten Eindruck beim Hotelpersonal nicht versauen) began es leider aus Strömen zu regnen. Kein Wunder, denn momentan ist hier Regensaison. Das hat allerdings zum Vorteil das Preise in Hotels um einiges niedriger sind als in der Hauptsaison und man bei Touristen Attraktionen weitestgehend alleine ist.

Das hatte allerdings zur Folge, dass die Tage in Yogyakarta so aussahen: Relativ früh morgens (4 Uhr) ging es raus aus dem Bett um die trockene Zeit am Anfang des Tages auszunutzen. Auf unseren Rollern machten wir uns dann jeweils auf die ein- bzw. zweistündige Fahrt nach Prambanan bzw. Borobudur.

Alleine die Fahrt auf einem Roller durch die Innenstadt von Yogyakarta ist ein Erlebnis. Man fühlt sich danach wesentlich lebendiger, da man mehrmals dem Tod in die Augen geblickt hat... :-D Einfach ein totales Chaos. Tausende Roller überholen einfach auf allen Seiten. Jeder hupt wann er will und egal wofür. Manchmal auch einfach nur um sein Missgefallen am Wetter Ausdruck zu verleihen. Es hat dan darin geendet, dass mein Freund bei jeder Ampelphase mit seiner Hupe auf sich aufmerksam machen wollte, was durchaus oft in einem freundlichen Hupkonzert endete. :-) 
Aber im Prinzip gibt es drei Regeln denen man Folgen muss um sich als Tourist einigermaßen anzupassen:

1) Ampel sind nichts weiter als Straßendekoration. Sollte sie mal penetrant rot zeigen, kann man sich unter Umständen erbarmen kurz nach links und rechts zu schauen bevor man mit 60 Sachen über die Kreuzung zieht und mit seinen Roller dem Sattelschlepper die Vorfahrt nimmt.

2) Sollte es mal zu Stau auf der eigenen Fahrbahn kommen ist es nur logisch, das man die Gegenfahrbahn mit benutzt. Die netten Lichthupen der entgegenkommenden Fahrzeuge werden freundlich mit Lichthupen und und akustischer Hupe erwiedert. Alternativ kann man auch winken.

3) Den toten Winkel gibt es in Indonesien nicht. Deswegen kann man, egal wo man fährt immer davon ausgehen, dass Autos, Busse oder LKW einen als Rollerfahrer sehen und beachten. Auch wenn der Sattelschlepper vor einem Schlangenlinien fährt - einfach dran vorbeiziehen. Egal ob auf der Seite der Leitplanke oder wieder über den Gegenverkehr der uns ja eh schon aus Regel Nr. 2 kennt...


Aber wieder zurück zu den Tempeln:
Beide Tempel sind wirklich wunderschön,  da sie durch die wenigen Touristen wirklich "verlassen" wirken. Während Borobudur noch gut erhalten bzw. gut restauriert wurde, hat Prambanan von einem Erdbeben ganz schön was abbekommen. Die Haupttempel wurden zwar wieder aufgebaut, die kleineren drumherum sind leider jedoch nicht mehr als ein Haufen Steine, von denen manche gehauene Figuren zeigen. Aber das machte es für mich wieder ein Stückchen mystischer und schöner anzuschauen. Aber ohnehin - das Panorama der Tempel in der Morgensonne ist einfach unbeschreiblich schön! :-)

Danach ging es zum Mount Merapi, einer der aktivsten Vulkane Indonesiens. Leider konnte man aber aufgrund des dann schon schlechten Wetters den Gipfel nicht mehr sehen...

Ja.. Schöne und interessante Tage waren das in Yogyakarta. Nun sitze ich hier am Gate und warte auf meinen Flug nach Denpasar, Bali! :-)

Ich bin gespannt was mich da so erwartet! :-)

Alles Liebe aus Yogyakarta! :-)

Prambanan


Froh aus dem Stadtverkehr zu sein
Borobudur

Mittwoch, 5. November 2014

An zwei Händen abzählen...

Ich kann es kaum glauben.

Damit hat es angefangen: Mein Buddy Martin,
der mich vom Flughafen abgeholt hat!
Vor etwas mehr als drei Monaten kam ich abends gegen halb 6 in einem Taxi in UTown an. Alles war neu und unbekannt. Die Gegend, die Leute und die Universität. Damals habe ich oft gesagt: "UTown sieht aus wie ein riesiges Hotel und hat sogar einen Swimmingpool". Damals dachte ich, dass eine unvorstellbar lange Zeit vor mir liegt.

Aber nach und nach wurde mir klar: Das ist nicht der Fall.

Ab morgen kann ich meine restliche Zeit an der NUS an zwei Händen abzählen. Das was einst das "Hotel" war kann ich nun mein Zuhause nennen. Ich kann Leuten helfen sich in UTown zurecht zu finden oder kann ihnen in der Stadt den kürzesten Weg zur Metro zeigen. Viele der "fremden Leute" an der NUS sind nun meine Freunde. Und das Wichtigste: Ich kann Singlish verstehen! :)

Ich habe mich also wirklich eingelebt.



Aber wie schon erwähnt sind es heute noch 11 Tage bis zu meinem letzten Exam. Heute gab es hier für die Exchanger eine Farewell Party, die von der Business School organisiert wurde. Die selben netten Menschen, die uns im August hier empfangen haben, gaben uns Abschiedsreden. Irgendwie seltsam. Gerade davor hatte ich eine tolle Präsentation mit einer richtig netten Gruppe. Wir haben uns super verstanden und hatten jede Menge Spaß als wir das Projekt erarbeitet haben. Ich hatte richtig das Gefühl: "Ich gehöre hier dazu!" Und genau das hätte ich gerne auch der Dame auf der Farewell Party gesagt, die uns so nett verabschiedet hat. "Vielen Dank für die lieben Worte... Aber ich gehöre hier dazu!"

Für manch einen, der das hier liest mag es vielleicht komisch klingen. Aber das ganze Auslandssemester ist für mich mehr als ein langer Urlaub. Es ist mehr als einfach nur ein Semester an einer anderen Universität. Es endet nicht einfach damit, dass ich in einigen Tagen meinen Studentenausweis abgebe. Und am wichtigsten: Es endet nicht mit den Worten "Tschüss... Schön, dass du da warst!"
Denn die Freunde hier, die Erfahrungen und ja, auch meine Singlish Kenntnisse bleiben für immer! :)


So, nun aber genug über Gedanken über den Abschied. Schließlich wird jeder, der nur ein paar Beiträge in meinem Blog gelesen hat festgestellt haben, dass ich hier eine klasse Zeit hatte. Ich habe viel gelernt. Das meiste sogar außerhalb des Hörsaals. Über Asien, Singapur an sich, die Menschen hier und auch über mich selbst. Studieren hier ist wirklich ganz was anderes als zuhause in Köln. Und anders heißt in diesem Fall nicht unbedingt schlechter.

Abgesehen von der tollen Zeit, die ich hier hatte steht ja auch noch viel vor mir. Nach dem Semester geht's quasi erst richtig los. Nur mit einem 7kg Rucksack geht es nach Indonesien, Laos, Vietnam, Kambodscha, Thailand, Myanmar und wahrscheinlich Taiwan. Das wird klasse und ich freue mich schon jetzt riesig auf die Zeit! :D

Aber auch wenn man mit den Gedanken lieber bei den schönen Reisen ist, muss ich mich nun wieder auf meine Projekte konzentrieren. Deswegen mache ich mich mal wieder an die Arbeit! :)

Alles liebe aus Singapur! :D